Galeriebrief 2/2022

15. September bis 18. November 2022

Richard Tuttle – Dan Flavin – Jerry Zeniuk

Vom 15. September bis zum 18. November 2022 beherbergen die Schauräume der Galerie drei Einzelausstellungen. Ein gemeinsames Merkmal verbindet die drei Werkgruppen. Der Betrachter soll in die Bildfolgen gleichsam eintreten, den Bildgeschichten Zeit und Aufmerksamkeit zugestehen.

So besteht das Portfolio «Edges» (1999) von Richard Tuttle aus 13 Grafikblättern, die Hängung erfolgt nach seinen Angaben. «Gold» von 2001 ist eine fünfteilige Grafik-Suite, die ihren Reiz und ihr Geheimnis erst preisgibt, wenn sie in der festgelegten Abfolge gelesen wird. «Poem» (2010) darf als ein gewichtiges mehrteiliges Werk beschrieben werden. Es besteht aus zehn Zeichnungen in vom Künstler bearbeiteten Rahmen.

Die kleinformatigen Radierungen von Dan Flavin sind 1978 entstanden und belegen eine wenig bekannte und unerwartete Seite des Künstlers. Sie zeigen einerseits die Virtuosität des Zeichners und andererseits sein Interesse und seine Kennerschaft was die Kunstgeschichte und insbesondere
jene der Zeichnung anbetrifft. So sind die Blätter der Folge « ...in March, in Oakland» Francesco Guardi gewidmet und «Second Sails» James Abbott McNeill Whistler zugeeignet.

Der zweite Tageslichtraum ist der richtige Ort, um die Bilder von Jerry Zeniuk zu betrachten. Dies ist Malerei, die im Wortsinn von Malerei handelt. Der Einstieg in das differenzierte und vielfältige Bildgeschehen ist Voraussetzung dafür, dass sich die malerischen Sensationen offenbaren, welche diese Werke anzubieten haben.

Eine schöne Ergänzung zu den drei Einzelpräsentationen bilden ein Aquarell von 1977 von Giorgio Griffa und «Buongiorno!», eine neue Arbeit von Joseph Egan.

News:
Giulio Paolini erhält 2022 den 33. Praemium Imperiale für Malerei der Japan Art Association .

 

Alle Bilder und detaillierte Ansichten in der Lightbox anschauen

Ausstellungen / Insight #3

INSIGHT #3 beleuchtet das zeichnerische Werk von Fred Sandback anhand von drei Beispielen aus den Jahren 1974 und 1982.

 

Sylvia Plimack Mangold : 52 Artists: A Feminist Milestone, The Aldrich Contemporary Art Museum , Ridgefield, CT, bis 8. Januar 2023

Ree Morton / Sylvia Plimack Mangold : Who Said It Was Simple: Women Painting in New York, 1971–1982, Karma New York , 20. September bis 5. November 2022

Sol LeWitt (1928–2007)
A Wall Drawing Retrospective
Yale University Art Gallery and Williams College Museum of Art
16. November 2008 – 2033

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